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Landrat Michael Lieber (Mitte) zusammen mit den MEDIS-Westerwald Geschäftsführern Dr. Sigurd Scholl (rechts) und Dr. Andreas Pfeifer (links)

Dem Tod durch Herzinfarkt den Kampf angesagt -

Landrat Michael Lieber übernimmt Schirmherrschaft

Jedes Jahr erleiden in Deutschland ca. 280.000 Menschen einen Herzinfarkt.  Bezogen auf den Westerwald bedeutet dies ca. 1400 Herzinfarkte und ca. 552 Todesfälle pro Jahr allein in unserer Region. 2/3 der Todesfälle treten vor Erreichen des Krankenhauses auf. MEDIS Westerwald GmbH und Co. KG und die Ärzte des Westerwaldes haben sich das Ziel gesetzt, die Sterblichkeit am akuten Coronar-Syndrom zu reduzieren. Rheinland-Pfalz hat im Vergleich zu anderen Bundesländern mit 85 Herzinfarkttoten pro 100.000 Einwohner weit überdurchschnittlich viele Sterbefälle pro Jahr zu beklagen. Die ländliche Region des Westerwaldes, mit den weiten Wegen für den Rettungsdienst und zu den spezialisierten Kliniken mit Herzkatheterplätzen, tragen im nördlichen Rheinland-Pfalz zu dieser nachteiligen Situation bei.

In Kenntnis dieser Lage mit schwerwiegenden Folgen für den Betroffenen hat MEDIS Westerwald eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Schwachpunkte der Rettungskette, vom Auftreten der Herzinfarkt-Symptome bis  hin zur endgültigen Behandlung im Krankenhaus, zu analysieren. Die zweite Aufgabe der Arbeitsgruppe war die Entwicklung eines Maßnahmenkataloges zur Optimierung der Behandlung des Herzinfarktes für die Westerwälder Bevölkerung Daraus entstand die Entwicklung einer Behandlungsstrategie für die behandelnden Ärzte um in der individuellen Notfallsituation die bestmögliche Therapie für den Patienten anwenden zu können. Diese Behandlungsempfehlung ist in Form einer Broschüre zusammengefasst worden, die allen Behandlern in der Rettungskette zur Verfügung gestellt wird.

Die leitlinienorientierte Behandlungsempfehlung unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten im Westerwald wurde am 4.2. um 18:00 im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Altenkirchen den Ärztinnen und Ärzten aus den Praxen und den Kliniken sowie den Mitarbeitern des Rettungsdienstes vorgestellt.

Startveranstaltung in der Kreisverwaltung Altenkirchen

Dr. Andreas Pfeifer,  einer der beiden Geschäftsführer von MEDIS Westerwald, referierte über die Hintergründe des Projektes. Dr. Petro Saridakis, Facharzt für Kardiologie und Mitglied der Arbeitsgruppe hielt einen Vortrag über die Möglichkeiten der Behandlung des Herzinfarktes und die optimierte Umsetzung unter den regionalen Bedingungen.

Die Aktivitäten der Westerwälder Ärzte sind in den kardiologischen Kliniken rund um den Westerwald auf eine sehr positive Resonanz gestoßen und eine weitere Unterstützung wurde von den Kliniken zugesichert.

Im Laufe des Jahres werden gemeinsam Fortbildungen für Ärzte aus Klinik und Praxis über das Thema Herzinfarkt angeboten.  

Grusswort Landrat Michael Lieber

Der Landrat des Kreises Altenkirchen, Michael Lieber, hat seine Unterstützung des Projektes zugesagt und wird anlässlich der Präsentationsveranstaltung über die positiven Auswirkungen für die Westerwälder Bevölkerung sprechen.
Die Bedeutung des Projektes für die Bevölkerung wird auch unterstrichen durch die Teilnahme der Landräte des Kreises Neuwied und des Westerwaldkreises sowie der Bürgermeister der Verbandsgemeinden.

„Ihnen kommt als Entscheidungsträger und Multiplikatoren der Informationen eine ganz wichtige Aufgabe zu“, so Dr. Scholl, ebenfalls Geschäftsführer von MEDIS Westerwald GmbH & Co. KG, „die Verkürzung der Zeit zwischen Auftreten der Herzinfarktsymptomen und Alarmierung des Notdienstes sowie eine fachgerechte Laienreanimation bei Kreislaufstillstand lassen die größten Effekte bei der Reduzierung der Herzinfarktsterblichkeit erwarten. Hier ist viel Aufklärungsarbeit und Informationsverbreitung enorm wichtig. Die Kommunalpolitiker und Bürgermeister können durch ihre Unterstützung ganz viel Positives bewirken".

Die Ärzte von MEDIS Westerwald GmbH & Co. KG haben Plakate vorbereitet und werden in den nächsten Monaten mit Informationsschriften die Bevölkerung im Westerwald für das Thema sensibilisieren.Erste Schritte zur Verbesserung der Behandlung im Notfall sind durch die Installation von 12 automatischen Defibrillatoren zur Laienreanimation und der Schulung von Laien in der Herz-Lungen-Wiederbelebung getan. Viele Weitere sollen, so hoffen die Ärzte, noch folgen.

Dr. med Andreas Pfeifer,
Tel: 0171 7448455, E-Mail dr.a.pfeifer(at)medis-ww(dot)de
Dr. med. Sigurd Scholl,
Tel: 0700-20001100, E-Mail dr.s.scholl(at)medis-ww(dot)de